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PFAS – die Ewigkeitschemikalie. Unersetzbar oder lautlos tödlich?

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  • A3.527
  • Type: Lecture

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Die forensische Molekularbiologie befasst sich mit der Untersuchung von biologischen Spuren zur Klärung strafrechtlicher Fragestellungen. Im Mittelpunkt steht dabei die so genannte DNA-Typisierung, mit der DNA von Personen an Tatortspuren nachgewiesen werden kann. Allerdings setzt die Methodik voraus, dass eine Vergleichs-DNA bzw. ein DNA-Profil der entsprechenden Person vorhanden ist. Wenn kein solches Profil vorliegt, muss eine entsprechende Person zunächst durch andere Wege der polizeilichen Fahndung ausfindig gemacht werden. Daher gewinnen investigative molekularbiologische Methoden zunehmend an Bedeutung. Moderne Analyseverfahren ermöglichen es heute, aus einer Tatortspur phänotypische Merkmale eines unbekannten Spurenlegers vorherzusagen – darunter Augen-, Haar- und Hautfarbe, das Alter sowie Hinweise auf die biogeografische Herkunft. Die neueste investigative Methode im Portfolio der forensischen Molekularbiologie ist die Forensische Investigative Genetische Genealogie (FIGG) mit deren Hilfe eine genetische Ahnenforschung unbekannter Spurenleger möglich wird. Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über diese erweiterten Methoden der forensischen Molekularbiologie und zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie sie die polizeiliche Fahndung gezielt unterstützen und zur Identifizierung bislang unbekannter Spurenleger beitragen können.
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